Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Rekultivierung und Ingenieurbiologie - Referenzen

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Entwicklungskonzept und Wanderwege Wolkenberg

Vattenfall Europe Mining AG

2012 - 2013

  • Plankarte_Flaechenkonzept_1_Wolkenberg
  • Plankarte_Flaechenkonzept_2_Wolkenberg
  • Plankarte_Entwurf_Wanderweg_Wolkenberg
  • Plankarte_Entwurf_Stele_Wolkenberg
Plankarte_Flaechenkonzept_1_Wolkenberg1 Plankarte_Flaechenkonzept_2_Wolkenberg2 Plankarte_Entwurf_Wanderweg_Wolkenberg3 Plankarte_Entwurf_Stele_Wolkenberg4

Der Wolkenberg als eine aufgeschüttete Erhebung im Tagebau Welzow soll touristisch in die Region eingebunden werden und der gleichnamige abgebaggerte Ort eine Würdigung erfahren. Der bereits etablierte Weinhang soll in das Gesamtkonzept eingebunden und ein zentraler Gestaltungspunkt werden. Bei der Konzepterstellung wurde deutlich, dass der Wolkenberg in das Gesamtkonzept der regionalen Radwege und touristischen Anziehungspunkte zu integrieren ist, um eine Erschließung für Radfahrer und motorisierte Besucher zu ermöglichen.

 

Als Gestaltungselemente wurden der Wolkenteppich – ein Patchworkteppich aus temporären Ansaaten wie Mohn, Sonnenblume oder Raps und mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, als Zeitzeugen der Endmoräne rund um den Wolkenberg, vorgeschlagen und ihn weithin sichtbar machen.

 

Für das Gestaltungskonzept des Wolkenbergs wurden 2 Varianten entworfen.

Die Variante 1 „Barbara und Bacchus“ bietet eine Möglichkeit, an der Böschungsoberkante des Weinberges mit der Schutzgöttin der Bergleute zum Thema Bergbau Informationen zum laufenden Tagebau und zum Ort Wolkenberg zu geben. Der skelettartige Aufbau des Wolkenberger Kirchturms kann für die Verschaffung eines guten Überblicks genutzt werden. Am Böschungsfuß wird Einblick in die Weinherstellung gegeben und zur Weinverkostung eingeladen.

Die Variante 2 „Aus den Wolken fallen“ behandelt in ähnlicher Weise das Thema Bergbau und Weinbau. Eine Himmelsleiter am Wolkenberg bringt den Weitblick und eine Riesenrutsche verbindet das Wolkenberg-Plateau mit dem Wein-Plateau. Mehrere Stationen wie Siedlungsgründung, Blütezeit der Siedlung, Bergbauzeit und Neuer Wolkenberg bieten Platz für eine geschichtliche Aufarbeitung der Entwicklung des Ortes Wolkenberg.

Bei beiden Varianten sollen die Wege nach oben oder nach unten als Zeitreise bis in die Eiszeit und als Weinsortenpfad gestaltet werden. Farbige Flächen aus Einjährigen können punktuelle Akzente setzen.

 

Aufbauend auf den Gestaltungsideen für den Wolkenberg wurde eine Planung zur Realisierung der geplanten Wege erarbeitet.

Der nördliche Zugang zum Wolkenberg soll durch die Bepflanzung einer Allee mit Ruhepunkten und Informationstafeln den Besucher zum Wolkenberg einladen. Die südliche Zufahrt dient als Zuwegung für die Bewirtschaftung und für geführte Weinbergbesichtigungen. Außerdem ist hierüber ein barrierefreier Zugang möglich. Der verbindende Wanderweg über den Wolkenberg soll Einblicke in den Weinberg und Ausblicke in die Umgebung ermöglichen. Gleichzeitig ist die naturschutzfachliche Bedeutung der geplanten Eichen-Mischwälder in den Flächen zu beachten.

 

Das Wanderweg-Konzept wurde im Anschluss vertiefend weiter bearbeitet. Die Ortsbesichtigung ergab erhebliche Konflikte zwischen der gewünschten öffentlichen Sicherheit des herzustellenden Weges und vorhandener Erosionserscheinungen in den relativ offenen, sandigen Hangbereichen des Wolkenberges. Zur Sicherung der Böschung wurden ingenieurbiologische Lösungsvorschläge erarbeitet.

Weiterhin wurde ein Entwurf für eine Informationsstele erarbeitet, die Informationen zum Ort Wolkenberg und dessen Historie angeben wird.