Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Landschaftsplanung - Referenzen

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Verbindungsrohrleitung und Tiefendrainage Schwarzheide

ICL Ingenieur Consult GmbH

2011 - 2014

  • Plankarte_ASB_Uebersicht_Tiefendrainage_Schwarzheide
  • Plankarte_LBP_Auszug_Bestand_Konflikt_Tiefendrainage_Schwarzheide
  • Plankarte_LBP_Auszug_Massnahmen_Tiefendrainage_Schwarzheide
Plankarte_ASB_Uebersicht_Tiefendrainage_Schwarzheide1 Plankarte_LBP_Auszug_Bestand_Konflikt_Tiefendrainage_Schwarzheide2 Plankarte_LBP_Auszug_Massnahmen_Tiefendrainage_Schwarzheide3

Bedingt durch die Beendigung der Braunkohlenförderung in der Region und dem damit verbundenen Grundwasserwiederanstieg sowie den sich dadurch einstellenden geringen Grundwasserflurabständen kommt es zu Beeinträchtigungen und Schäden in Bereichen des Industriekomplexes und der Wandelhofsiedlung in Schwarzheide.

 

Zur dauerhaften Absenkung des Grundwassers wird nördlich von Schwarzheide parallel zur Bahnlinie eine Tiefendrainage (Norddrain) errichtet. Diese soll das anströmende Grundwasser aufnehmen und über die ertüchtigte bzw. neugebaute Verbindungsrohrleitung zum Restloch 28 (RL 28) führen. Die Planung der Tiefendrainage sowie der Verbindungsrohrleitung erfolgte im Auftrag der LMBV mbH durch die ICL Ingenieur Consult GmbH.

 

Für das Vorhaben sind eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls (UVP-EP), eine Landschaftspflegerische Begleitplanung (LBP) sowie ein Fachbeitrag Artenschutz (FBA) erforderlich.

 

Innerhalb der UVP-EP ist zu klären, ob die durch das Vorhaben geplante Wasserentnahme der Grundwasserabsenkung erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann, welche im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu berücksichtigen wären.

Aufgabe der LBP ist die Ermittlung von erheblichen Beeinträchtigungen auf die Schutzgüter und deren Kompensation. Die durch das Bauvorhaben hervorgerufenen Konflikte entstehen hauptsächlich durch den Bau der Tiefendrainage in offener Bauweise sowie die für die Instandhaltung erforderlichen Betriebswege und Schachtbauwerke. Diese Inanspruchnahme von Flächen, Wald und Gehölzen muss im Rahmen der Maßnahmenplanung kompensiert werden.

Die faunistischen Anforderungen an den FBA beinhalten insbesondere die Betrachtung der Artgruppen der Fledermäuse und Brutvögel. Darüber hinaus werden speziell die Migrationswege des Fischotters, das Vorkommen von Eremit und Eichenheldbock sowie der Zauneidechse untersucht. Die Kartierungen fanden im Zeitraum April 2011 bis September 2012 statt. In deren Ergebnis konnten keine Nachweise / Hinweise auf Fledermausindividuen bzw. das Vorkommen der Fischotters oder der Käferarten Eremit und Heldbock erbracht werden. Die Maßnahmenplanung beinhaltet daher Maßnahmen für betroffene Brutvögel sowie die Zauneidechse.