Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Landschaftsplanung - Referenzen

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Kippenendgestaltung Tagebau Cottbus-Nord

LMBV mbH

2014

  • Gemeiner_Lein_Cottbus_Nord
  • Zauneidechse_Cottbus_Nord
  • Wollgras_Cottbus_Nord
  • Wasserstern_Cottbus_Nord
Gemeiner_Lein_Cottbus_Nord1 Zauneidechse_Cottbus_Nord2 Wollgras_Cottbus_Nord3 Wasserstern_Cottbus_Nord4

Die LMBV mbH als Sanierungsträgerin plant ab Herbst 2014 die Endsanierung der Böschungsbereiche in ihrem Zuständigkeitsbereich im Tagebau Cottbus-Nord.

Die Naturschutzfachliche Konfliktbetrachtung (NFKB) analysiert die naturschutzrechtlichen Konflikte bzgl. der Beeinträchtigungen in Wald / Forst und des speziellen Arten- und besonderen Biotopschutzes. Der Erfassungsrahmen und das Maßnahmenkonzept wurden eng mit der zuständigen Fachbehörde (LUGV) abgestimmt.

 

Als Datengrundlage für die Konfliktanalyse dienen Bestandserhebungen aus den letzten 4 Jahren (VEM 2010-2013, LMBV mbH 2013). 2014 wurden eine selektive Biotopkartierung (§ 30 BNatschG-Biotope) sowie ergänzende Erfassungen zu den Artengruppen Amphibien, Reptilien und Brutvögel durchgeführt.

 

Für die Flächeninanspruchnahme von Waldflächen erfolgte eine Konfliktanalyse, in deren Ergebnis keine ergänzenden Kompensationsmaßnahmen erforderlich sind.

Im Ergebnis der selektiven Biotopkartierung entsprechen 16 Hektar der Flächen im Untersuchungsraum den Kriterien des § 30 BNatSchG. Damit stellen die besonders geschützten Biotope 3,8 % der Gesamtfläche des UG (421 Hektar) dar. Davon ist nur knapp die Hälfte (7,4 Hektar) durch Baumaßnahmen betroffen. Da die Flächeninanspruchnahme nicht vermeidbar ist, wird ein Antrag auf Befreiung vom Biotopschutz gestellt. Ergänzend werden für die Baumaßnahme Biotopschutz-Bereiche ausgewiesen, um vermeidbare Beeinträchtigungen in den Randbereichen auszuschließen.

 

Beim speziellen Artenschutz ergaben sich im Ergebnis der Relevanzprüfung 10 Brutvogelarten, eine Reptilienart und zwei Amphibienarten als relevant für die Betroffenheitsanalyse. Relevante Wirkfaktoren des Vorhabens sind vor allem die baubedingte Flächeninanspruchnahmen über einen Zeitraum von ca. 6 Jahren mit dem Verlust von Lebensstätten. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen stehen diese Flächen den Arten wieder vollständig zur Verfügung.

Unter Berücksichtigung von 5 vorgezogenen (CEF) sowie 13 konfliktvermeidenden Maßnahmen (kvM), die im Rahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung erarbeitet wurden, erfolgte im Anschluss die Betroffenheitsanalyse.

 

Die artspezifische Wirkungsprognose kommt zu dem Schluss, dass unter Berücksichtigung der artspezifischen Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen (vorgezogene Maßnahmen/ konfliktvermeidende Maßnahmen) das Eintreten der artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände bei den von den Auswirkungen des Vorhabens betroffenen geschützten Arten der Amphibien und Brutvögel vermieden werden kann. Es verbleiben keine erheblichen Beeinträchtigungen.

Bzgl. der Zauneidechse können die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG nicht vollständig vermieden werden. Dementsprechend ist hier ein Ausnahmeantrag gemäß § 45 BNatSchG zu stellen.