Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Landschaftsplanung - Referenzen

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Mittlerer Ring / Straße der Jugend Cottbus

Stadt Cottbus

2010 - 2011

  • Strasse_der_Jugend
  • Plankarte_Bestand_Konflikt_Strasse_der_Jugend
Strasse_der_Jugend1 Plankarte_Bestand_Konflikt_Strasse_der_Jugend2

Durch den grundhaften Ausbau der Straße der Jugend im Abschnitt zwischen Breithaus und Stadtring sollte die ungünstige Verkehrsführung und der schlechte Zustand der Straße beseitigt werden. Die Umgestaltung dieses Straßenabschnittes sah vor, die Linienführung für den fließenden Verkehr, die Radverkehrsbedingungen und die Knotenpunkte zu optimieren. Die bestehenden Baufluchten und die Gleisstrasse der Straßenbahn blieben unverändert.

Als Fachplanung wurden eine Bestandsanalyse mit Kompensationsplanung (EAP) erarbeitet.

 

Prägendstes Element der Straße ist eine lückige Baumreihe, die sich zwischen dem Straßenkörper und den Gleisanlagen befindet. Diese Baumreihe strukturiert die Verkehrsflächen und lenkt die Autofahrer stadtauswärts, da sie sich von der Bebauung absetzt.

 

Die Verlegung des Straßenverlaufes zog einen Eingriff in den Baumbestand nach sich. Durch visuelle Inaugenscheinnahme wurde jeder einzelne Baum beurteilt und die Vitalität mit Hilfe von Kriterien zu Symptomen an Wurzel, Stamm, Krone und dem Gesamterscheinungsbild eingestuft. Aufgrund von starken Vorschäden mussten einzelne Fällungen durchgeführt werden. Da der Straßenausbau und die damit verbundenen Eingriffe ebenfalls Auswirkungen auf den Wurzelbereich haben, wurden in einem zweiten Schritt die Standsicherheit beurteilt und ergänzende Fällungen vorgeschlagen.

 

Die Beeinträchtigungen an straßenbegleitenden Gehölzen durch den Baubetrieb wurden durch landschaftspflegerische Vermeidungs- und Schutzmaßnahmen (Baumschutz/Baumpflege) verhindert und deren Umsetzung und Einhaltung durch eine ökologische Bauüberwachung gewährleistet.

 

Die Kompensation der Eingriffe durch die Versiegelung (Verlust von Bodenfunktionen) und die Fällungen erfolgte durch trassennahe Baumpflanzungen. Diese Neupflanzungen stellten gleichzeitig die Qualität des Ortsbildes wieder her und fördern die innerstädtischen Grünstrukturen. Zusätzlich wurde für alle Baumneupflanzungen eine Standortverbesserung durch das Einbringen von zertifiziertem Vegetationssubstrat durchgeführt. Der Bodenaustausch erfolgte im Rahmen der Pflanzarbeiten für jeden Baumstandort (1,00 x 1,00 x 0,80 Meter).