Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Landschaftsplanung - Referenzen

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B-Plan "Sondergebiet Photovoltaikanlagen" Völpke

HSD Schilling GmbH

2015 - 2016

  • Ruderalflur_Brennnessel_GOP_Voelpke
  • Ruine_Millionenhaus_GOP_Voelpke
  • Plankarte_Bestand_Biotoptypen_GOP_Voelpke
  • Plankarte_Bestand_Konflikte_GOP_Voelpke
  • Ruderalfluren_ausdauernd_GOP_Voelpke
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Der Vorhabenträger HDS Schilling GmbH plant auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Völpke in der Gemeinde Völpke im Bördekreis/Sachsen-Anhalt einen Solarpark zu errichten.

 

Die mächtigen Kohleflöze im Helmstedter Revier wurden seit Beginn des 19. Jahrhunderts abgebaut. Mit dem Anschluss an das Schienennetz (1872) und der Errichtung der Brikettfabrik (1898) gewann die Region an Bedeutung. Kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Fabrik geschlossen und anschließend zurückgebaut.

Das Gelände wurde während der letzten zwei Jahrhunderte stark anthropogen geprägt. Noch vorhandene Relikte der damaligen Zeit sind das sogenannte „Millionenhaus“ als Ruine sowie die Säulen-Pappel Bestände.

 

Für den erforderlichen Bebauungsplan „Solarpark Völpke“ ist die Erstellung eines Grünordnungsplans (GOP) inkl. Eingriffs- und Ausgleichsplanung gemäß § 14 BNatSchG sowie eines integrierten Fachbeitrags Artenschutz (FBA), um die Artenschutzbelange gemäß § 44 BNatSchG zu prüfen, erforderlich. Der Geltungsbereich des B-Planes besteht aus 4 Teilflächen, von denen 3 Flächen für potenzielle Kompensationsmaßnahmen vorgesehen sind.

 

Der Geltungsbereich des B-Planes ist entsprechend der historischen Entwicklung stark beeinflusst und weist erhebliche Eingriffe in den Bodenhaushalt auf. Jedoch haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit mehr oder weniger landwirtschaftlichen Einflüssen ruderale Biotoptypen mit relativ strukturreicher Vegetation gebildet. Von dem Insektenreichtum sowie den vorherrschenden Strukturen profitiert insbesondere die Vogelfauna, weswegen den biotischen Standortfaktoren eine hohe Bedeutung zugesprochen wird.

 

Um alle erheblichen Eingriffe in den Naturhaushalt im Ergebnis der Konfliktanalyse zu kompensieren, wurden im Rahmen der Maßnahmenplanung neben Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel auch umfangreiche Ersatzpflanzungen und Nutzungsextensivierungen wie Entwicklung eines Halbtrockenrasen und Extensivgrünland geplant, um vielfältige und strukturreiche Habitatflächen in der unmittelbaren Umgebung zu schaffen.